Shiatsu ist eine japanische Form der Körpertherapie, die auf den Prinzipien der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) basiert. Der Begriff bedeutet „Fingerdruck“ und beschreibt eine sanfte, aber tiefgehende Methode, bei der durch Druck, Dehnung und achtsame Berührung entlang der Energiebahnen (Meridiane) der Energiefluss im Körper harmonisiert wird.
Ziel des Shiatsu ist es, die Lebensenergie – in der TCM Qi genannt – in Balance zu bringen, Spannungen zu lösen und die natürliche Selbstregulation des Körpers zu aktivieren.
Aus wissenschaftlicher Sicht lassen sich die Wirkungen von Shiatsu durch Erkenntnisse aus der Neurophysiologie, Faszienforschung und Psychoneuroimmunologie erklären.
Achtsame Druck- und Dehnreize beeinflussen Rezeptoren in Haut, Muskeln und Faszien und aktivieren das parasympathische Nervensystem – den Teil des Nervensystems, der für Regeneration und Erholung zuständig ist. Dadurch können Stresshormone reduziert, Durchblutung und Lymphfluss verbessert und die Ausschüttung von Endorphinen gefördert werden.
Studien zeigen, dass Shiatsu die Körperwahrnehmung stärkt, die Schlafqualität verbessert und emotionale Ausgeglichenheit unterstützt. Es verbindet damit fernöstliche Energielehre mit modernen Erkenntnissen über Körper-Mind-Interaktion und Selbstregulation.